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  Weinlexikon
   
   
   
   
   
   
 

Weinbau-Glossar

Abziehen
Das Umfüllen des Weines in andere Fässer nach der Gärung. Die sogennanten Trestern bleiben am Boden des Fasses zurück

Ansetz
Vorraum des Weinkellers, wo die Maische in sogenannten Stander zur Gärung gebracht wird

Augen
Knospen der Reben

Binden
Das Befestigen der Reben an das Perglgerüst

Bauen (eigentlich baudn)
ist mundartlich und bedeuted pflügen

Bottich
Großes Holzgefäß, in dem früher die geernteten Trauben zur Weinkellerei gebracht wurden

Bratschen
Stengel der Traube ohne Beeren

Druck
Der Rückstand der vergorenen Maische (Praschgglt), bestehend aus dem Treber und den Läger, wird abgepresst und gibt den „Druckwein“. Wurde lange Zeit als Haustrunk im eigenen Haushalt verbraucht

Feler
Ruten oder Weiden, die zum Anbinden der Reben verwendet werden. Werden auch Felerband genannt. Sie firmen heißt, von den dickeren Zweigen die dünnen abzuschneiden und auf die zum Rebenbinden benötigte Länge zurechtzustutzen.

Ganter
Gestell aus gewichtigen Holzbalken, auf dem im Keller die Fässer aufliegen

Höpfwein contra Vergärner
Beim Höpfwein, was soviel wie Hefewein bedeuted, werden die Trauben gepresst und nur der Most vergoren.
Vergärner meint des als Maische vergorenen Wein. Er kann bereits nach wenigen Wochen abgezogen und schon als Jungwein getrunken werden.

Koschgelt
Maischefaß, das zum Transport der Maische benutzt wurde

Lafer
Fruchttragende Rute der Rebe

Leps
Die im Stander nach der Gärung zurückgebliebenen Trestern werden mit Wasser aufgeschüttet um einen „Nachwein“ zu bereiten. Der Wein hat sich bei der Arbeit im Feld gut bewährt und ist seit 1900 unter dem Namen Leps bekannt

Moster
Großer Holzstößel zum Zerstampfen der Trauben

Panzen
Kleinere Holzfässer mit etwa 600 l Inhalt; Fässer mit weniger als 100 l werden „Panzelen“ genannt

Pergl
Typische Ziehungsart der Reben in Südtirol. Dachförmiges Holzgerüst, das vorne und rückwärts auf Säulen steht, die senkrecht in die Erde gestellt sind. Perl ist abgeleitet vom lateinischen pergola, die Laube.

Pip
Fasshahn

Rauten und Raslsetzen
Reuten und Raut sind die süddeutschen Formen für roden und Rodung. Ein Neuraut bestand im Abholzen des Waldes, dem Entfernen des Wurzelwerks und großes Steine sowie dem Ebnen des Bodens. Das Rasl ist ein Setzling der Rebe

Rebeln
Das Trennen der Beeren der Traube vom Stengel

Saltner
Hüter der Güter und Felder

Schaffl
Holzgefäß, in welchem bei der Weinlese die Trauben gegeben wurden und mit dem die Zungen aufgefüllt wurden

Stander
Große Fässer in denen die Maische zur Gärung gebracht wird. Sie befinden sich in der Ansetz des Hauses

Stuck und Leiten
Das „Stuck“ bezeichnet ein Weingut in ebener oder wenig geneigter Lage, während Weingüter in steiler Hanglage „Leiten“ genannt werden.

Torggel
Weinpresse

Trester
Vergorene Traubenmaische, die beim Abziehen des Weines im Fass zurückbleibt

Weingarthütte
Weingarthütten findet man dort, wo der Weingarten weit von der Hof- und Wohnstätte entfernt ist. Es sind Abstellräume für Arbeitsgeräte und Schädlingsbekämpfungsmittel und bieten Schutz bei plötzlichem Gewitter.

Wimmen
Weinlese

Zumm
Traggefäß aus Holz, mit dem beim Wimmen die Trauben zum Bottich getragen werden

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