|
Das Weinjahr
Zur lebendigen Tradition des Südtiroler Weinbaues gehören
auch die vielen Wettersprüche, die das Weinjahr beschreiben.
Viele davon sind noch heute im Volksmund gebräuchlich.
Hier ein Beispiel davon:
Ist der Jänner kalt und nass,
fehlt´s der Scheune, fehlt´s dem Fass. |
|
| |
Februar mit Sonnenschein,
bringt viel Obst und guten Wein. |
Märzenschnee
tut Frucht und Weinstock weh. |
| |
|
April sonnig und nass, füllt Scheune
und Fass. |
Kühle und Abendtau im Mai,
bringen viel Wein und Heu. |
| |
Juni mehr trocken als nass,
füllt mit gutem Wein das Fass |
In der heißen Juliglut,
werden Obst und Wein recht gut. |
| |
Im August viel Regen,
ist dem Wein kein Segen. |
| |
|
Ist der September warm und klar,
erwartet man ein fruchtbares Jahr. |
|
| |
|
| Mit dem Oktober beginnt
die Leidenszeit der Traube. Sie wird vom Rebstock geschnitten,
verliert im Bottich ihre üppige Gestalt und wird
zur formlosen Maische, die sich im Sarg des Gärfasses
scheidet und abklärt zum edlen Wein. Im November
befasst sich der Wettergott nicht mehr mit ihr, denn nun
ist der „Rebensaft“ im Munde der Leute, und
das „Törggelen“, bei dem festgestellt
wird, ob der „Nuie“ gut geraten ist oder nicht.
Erst im Dezember spricht man wieder von
der Rebe: |
|
|
Um Stephan muss es windstill sein,
sonst fällt die Hoffnung auf den Wein... |
| |
| |
| |
| |
| Hermann Frass |
| |
| |
.
|
|