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Rebsorten
Das Rebsortiment entlang der Südtiroler
Weinstraße ist sehr vielfältig. Aufgrund der guten
klimatischen Voraussetzungen gedeihen in Südtirol mehr
als 20 verschiedene Rebsorten, die in Höhen zwischen
200m und 1000 m ü.d.M. angebaut werden. Die hohe Sonnenstundenzahl
(1800 im Jahresmittel), günstige Temperaturmittelwerte
(18 Grad C in der Vegetationszeit), ausgewogene Verteilung
der Niederschläge und nicht zu letzt der Fleiß
der Weinbauern tragen dazu bei, dass jährlich Spitzenprodukte
in den Südtiroler Weinkellern entstehen.
Eine wesentliche Rolle bei der Herstellung von qualitativ
hochwertigen Weinen spielt auch die Bodenbeschaffenheit. Die
lockeren, gut durchlüfteten und daher leicht erwärmbaren
Böden tragen dazu bei, dass sich die Rebe in Südtirol
wohl fühlt.
Von den bodenständigen Sorten sind Vernatsch,
Lagrein und Gewürztraminer die wichtigsten. Seit 100
Jahren werden aber auch die Sorten Merlot, Blauburgunder,
Cabernet Sauvignon und Franc angebaut, ebenso Weißburgunder,
Ruländer, Chardonay, Silvaner, Riesling, Sauvignon und
Goldmuskateller.
Die Sorte Vernatsch, mit den Spielarten Groß- und Edelvernatsch,
Mitervernatsch, Grauvernatsch und Tschaggelvernatsch, war
im 20. Jahrhundert zweifelslos die bedeutendste. Zur Zeit
ihrer größten Verbreitung war die Rebe mit etwa
60% am Anbau vertreten Sie bildet die Grundlage für die
bekannten Rotweine wie Kalterersee, St. Magdalener, Schreckbichler,
Kolbenhofer, Schneckentaler, Rechtentaler. Der Name der jeweiligen
Weine leitet sich von der Anbaulage ab.
Die
italienische Bezeichnung ist „schiava“ (zu Deutsch:
Sklavin oder sklavisch). „Sklaven“-Most, aus dem
durch Lautvertauschung „Gschlafen“ – Most
oder „Gschlafne“ wurde, lässt sich wie der
Vernatsch in Tramin schon seit dem 16. Jahrhundert nachweisen.
In Schwaben, wird der aus Südtirol ausgewanderte Vernatsch
Trollinger (=Tiroler) genannt.
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