|
Herkunft der Gewürztraminer Rebe
Experten sind sich über die Herkunft der Gewürztraminer
Rebe nicht einig.
Zur Herkunft der Rebsorte Roter Traminer schreibt Professor
W. Schenk vom Institut für Rebenzüchtung und Rebenveredelung
der Forschungsanstalt Geisenheim am Rhein: Wer nach Urkunden
über den Sortennamen Traminer sucht, stößt sehr
bald auf den Namen Hieronymus Tragus (1498 bis 1554), in desen
„Kreutterbuch“ die folgende Bemerkung zu finden
ist „Am Rheinstrom hat es gemeinlich diese geschlecht
der Reben / nemlich Muscateller / an den warmen Orten / darnach
Traminner trauben / deren wachsen vil in der Etsch als zu Tramyn
und Elsa“. F. v.
Bassermann-Jordan hält es nicht für ausgeschlossen,
dass die Traminer Rebe schon von den Römern am Rhein
angebaut wurde und zitiert den Pliniusübersetzer Külb,
der den Traminer mit der „vorzüglich edeln“
vitis nomentana der Römer gleichsetzt. In ampelographischer
Hinsicht paßt die Beschreibung von Plinius gut zum Traminer,
denn seine Weinberge „sind weniger ergiebig..., dagegen
halten sie am besten Reife aus und leiden mehr durch Trockenheit
als durch Regen, mehr durch Hitze als durch Frost, weshalb
sie auch in kalten und feuchten Gegenden den Vorzug haben“.
Ergiebiger sollen die Reben „mit kleinerer Beere und
weniger eingeschnittenem Blatte“ sein. Die Farbe des
Holzes wird mit Rot angegeben.
|
|