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Ausdehnung des Traminer Weinbaugebietes

Im Laufe der Jahrhunderte haben die kultivierten Flächen stark zugenommen. Doch der Ertrag war verglichen mit heute bei aller Anstrengung gering. Der Erfolg hing von der Arbeitskraft der Menschen und Tiere, sowie der Natur ab. Arbeitskräfte standen nie unbegrenzt zur Verfügung. Im Jahre 1579 zählte die Pfarrei beispielsweise nur knapp über 500 Einwohner, 1658 waren es schon über 900 und um 1850 bereits über 2000.

Ein Dokument aus dem 18. Jahrhundert enthält die Auflistung der Grundstückbesitzer, die dem Pfarrmesner zu seinem Unterhalt Maische abzuliefern hatten. Es ermöglicht die Berechnung der intensiv landwirtschaftlich genutzten Fläche. Demnach gab es damals rund 307 Hektar Weinbaufläche. Die im Rustikalsteuerkataster gebräuchliche Bezeichnung „Acker und Weinbau“ verdeutlicht, dass man an Dichtpflanzungen wie heute nicht denken darf und die gleiche Fläche Weinbau von früher nicht mit heutiger intensiv genutzter Fläche vergleichbar ist. Überwiegend dürften sich diese Flächen in Hanglagen befunden haben, da die Talsohle noch weitgehend versumpft war.

Die höchste Ausdehnung wurde um 1960 mit 490 ha erreicht. 1982 wurde bei der Landwirtschaftszählung eine Weinbaufläche von 343 ha erhoben.

(aus: Tramin an der Südtiroler Weinstraße / Dorfführer von Dr. Roland Zwerger)

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